Eukona

Beispielhafte Anwendungen in der Ernährungsbranche

Mit dem Bedarfsfeld Ernährung sind eine Vielzahl wichtiger sozialer, ökologischer und ökonomischer Aspekte verbunden:

Die Ernährungsbranche gehört zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen in Deutschland. So erwirtschafteten die ca. 5.900 Betriebe der Ernährungsindustrie im Jahre 2006 einen Umsatz von 138 Milliarden Euro und beschäftigten 519.000 Menschen – alle Zahlen mit steigender Tendenz im Vergleich zu den Vorjahren (s. http://www.bve-online.de/download/download/datenblatt_ernaehrungsindustrie2006/). Neuere Schätzungen für 2007 deuten auf ein weiteres deutliches Umsatzwachstum hin, während die Zahl der Beschäftigten leicht zurückzugehen scheint (s. http://www.bve-online.de/markt_und_statistik/marktinformationen/branchenkonjunktur/branchenkonjunktur.html). Eine wichtige Rolle in der deutschen Ernährungswirtschaft spielen die 1.228 nordrhein-westfälischen Betriebe (21% der deutschen Betriebe). Diese erwirtschafteten 2006 mit Hilfe von 88.700 Menschen, das sind 17% der Beschäftigten der deutschen Ernährungswirtschaft, 27 Milliarden Euro und damit 22% des Umsatzes der deutschen Ernährungsindustrie. Vor allem bei der Herstellung und Verarbeitung von Obst und Gemüse, Ölen und Fetten, Fleisch und Süßwaren steuert NRW mit jeweils ca. 30% einen erheblichen Teil zur bundesdeutschen Produktion bei.

Der Anteil unserer Ernährung am Ressourcenverbrauch liegt bei ca. 20 % und ist damit hinter Bauen und Wohnen der zweitwichtigste Bereich. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt die Erzeugung von Nahrungsmitteln zudem für den Klimawandel, unter anderem durch die für die Produktion und Verarbeitung von Nahrungsmitteln eingesetzte Energie, aber auch z.B. durch den Methanausstoß von Wiederkäuern. So geht der Produktion eines Kilogramms Rindfleisch ein Methanausstoß voran, der die Atmosphäre so stark aufheizt wie 36 kg CO2. Mit anderen Worten: Ein Kilogramm Rindfleisch schädigt das Klima so stark wie 250 Kilometer Autofahren (s. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,495414,00.html).
Eine gesunde bzw. ungesunde Ernährung hat unmittelbaren Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden jedes einzelnen Menschen und dadurch auch auf Folgeindikatoren wie z.B. Arbeitsproduktivität oder Krankheitskosten.

Für Unternehmen der Ernährungsbranche liegt es daher auf der Hand, dass sie eine große Verantwortung im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung tragen: Einerseits durch die Art und Inhaltsstoffe der produzierten Produkte, andererseits durch die Prozesse die mit den Produkten über die gesamte Wertschöpfungskette verbunden sind. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gilt es beides unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Gesichtpunkten zu optimieren, von der Rohstoffgewinnung über die eigentliche Produktion, Distribution/Handel, Nutzungsphase bis hin zu Recycling und Entsorgung.

Im Rahmen von eukona sollen ausgewählte Zielgruppen der Ernährungsbranche durch gezielte Kompetenzentwicklung erkennen, welchen Beitrag sie zu einer nachhaltigen Entwicklung in ihren täglichen Arbeitsprozessen leisten können.


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